Blockbau

Rundholzblockbau, die natürliche und gesunde Art zu wohnen. Was spricht dafür?

  • Ich verwende ausschliesslich einheimisches Holz
  • Durch die giftstofffreie Bauweise und die Lebendigkeit des Holzes entsteht ein hervorragendes Wohnklima
  • Rundholzblockhäuser weisen sehr gute Minergiewerte auf - es entstehen niedrigere Heizkosten
  • Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten (Kombination von Rustikalem und Modernem)
  • Natürliche Wärme- und Feuchtigkeitsregulation vom Holz und dem Dämmstoff, der aus behandelter Schafwolle besteht
  • Ein Rundholzblockhaus ist relativ günstig zu realisieren
  • Idealer Wohnkomfort für Allergiker
  • Dauerhafte Bauweise - lebenslange Garantie
  • Der Blockbau besticht durch seine offene Architektur (Raumgestaltung)

Kurzüberblick

Planung und Holzschlag (Mondphasenholz)

Das Projekt beginnt jeweils mit der Planung des Hauses, die in enger Zusammenarbeit mit den Bauleuten erfolgen sollte. Aus der groben Grundform ergeben sich die Holzmenge und die Dimension der Stämme.

Sie, als Bauleute können spezifische Wünsche realisieren, was die Raumaufteilung, Aussen- und Innengestaltung des Hauses anbelangen.

Ich meine damit zum Beispiel die Palette von Möglichkeiten, die vom rustikal traditionellen Blockhaus bis hin zum modernen Design (Kombination aus Holz, Glas, Stahl, Stein, Keramik usw.) reichen kann.

Im Weiteren kann ein Steinplattendach, ein Ziegeldach oder ein Grasdach gewählt werden. Es gibt nur wenig Grenzen, die aus technischen Gründen nicht überwunden werden können. Grundsätzlich werden die Stämme im Winter (Dezember, Januar, Februar) geschlagen. Vorzugsweise geschieht dies zusätzlich in einer Mondphase. Aus jahrhundertealter Erfahrung weiss man, dass das Holz dadurch resistenter wird gegen Schädlinge und Pilzbefall.

In der Winterzeit ist das Holz nicht im Saft (d.h. die Flüssigkeit hat sich aus dem Baum zurückgezogen). In dieser Zeit geschlagenes Holz weist einen minimalen Flüssigkeitsgehalt auf. Dadurch entsteht während der Trocknungsphase weniger Spannung, was zur Folge hat, dass die Stämme weniger aufreissen.

Ausserdem trocknet das Holz nie besser und schneller als in dieser Zeit. Warum? Erstens durch die Kälte. Zweitens durch das Nachtreiben der Flüssigkeit gegen Frühling- selbst bei einem gefällten Baum. Dadurch verliert der Stamm nochmals zusätzlich viel Flüssigkeit, was den Trocknungsprozess unterstützt. Im Winter ist auch eine schonende Förderung des Holzes möglich.

Schälen des Holzes von Hand oder mit Wasserhochdruck

Ich bevorzuge die altbewährte, traditionelle Art die Stämme mit speziellen Kettensägenaufsätzen zu schälen, wobei die Borke, das Cambium und der erste Jahrring entfernt werden. Den ersten Jahrring abzuschälen erachte ich als wichtig, weil er als einziger nicht voll ausgereift ist. Dadurch ist er nicht in gleicher Weise widerstandsfähig wie der restliche Stamm.

Später (nach der Trocknungszeit) werden die Stämme von Hand mit einem Zugmesser vollständig überarbeitet.

Die Oberfläche des Holzes bleibt optisch lebendig und kann in der Struktur beliebig gestaltet werden.

Das Schälen mit Wasserhochdruck entstand aus industriellem Interesse (Schnelligkeit). Mit dieser Technik erhält das Holz eine glatte Oberfläche und der erste Jahrring bleibt bestehen. Allfällige Verletzungen der Oberfläche können schlecht unsichtbar repariert werden.

Die beiden Schälarten weisen optische- und qualitative Unterschiede auf über die man sich streiten kann. Schliesslich ist meistens der optische Aspekt massgebend, für welche Schälart man sich entscheidet.

Lagern des Holzes

Es folgt die Zeit in der das gesamte Holz luftdurchlässig aufgestapelt und zum trocknen gedeckt gelagert wird.

Bearbeitung, Konstruktionszeit, Montage

Aus Platzgründen wird das Haus in den meisten Fällen beim Blockbauer produziert. Im klassischen Rundholzblockbau wird Stamm auf Stamm aufeinander gefügt. Mit einem Präzisionsanzeichnungszirkel wird vorgezeichnet. Es folgen ein ebenfalls ganz präziser Schnitt mit der Motorsäge und die genaue Ausarbeitung davon mit dem Hohlbeutel. Die Präzisionsarbeit und das Gewicht der Stämme ergeben eine enorme Dichte der Hauswände. Das ganze Haus wird bei der Produktion erstmals vollständig aufgebaut. Es folgt die Demontage und Nummerierung aller Einzelteile. Am Zielort (Bauplatz) werden nun die fertigen und durchnummerierten Bestandteile definitiv und zügig aufgebaut.

Wärmedämmung (Schafwolle)

Als Isolationsstoff, der im vorgearbeiteten Hohlraum zwischen den Stämmen angebracht ist, wird Schafwolle verwendet. Die Wolle wird in einem speziellen Verfahren mit Seife und Soda gewaschen und mit einem Harnstoffderivat ausgerüstet. Dieser Dämmstoff aus der Natur reguliert die Feuchtigkeit, ist durch die Harnsäure vor Motten und Ungeziefer geschützt und sorgt mit seinen formaldehydbindenden Eigenschaften für ein gesundes Wohnklima.

Schafwolle als Dämmstoff ist die Wiederentdeckung der letzten Jahre. Sie ist in allen dämmtechnischen Punkten ihren Konkurrenzprodukten überlegen.

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